Mattia Serino (CEF Founex) kämpfte sich am «Golden Leaf of Prague» (07.-08.02.26) bis ins Final, wo er Angelos Ntivis (GRE) 12:15 unterlag und somit die Silbermedaille gewann! Zwei weiteren Schweizer Fechtern gelang es, sich unter den ersten 20 (von 120) zu platzieren: Raphaël Ferrand David (CHCH Châtelaine wurde 13. und Alex Biggio (CEF Founex) 20.
Das Säbel-Männer-Team setzte auf diese Einzelerfolge am Sonntag noch eins drauf und gewann sensationell Gold. Team Switzerland besiegte im Final Team Italien 3 mit 45:35.
Mattia erzählt, wie er den Einzelwettkampftag erlebt hat:
«Ich hatte von Beginn des Wettkampfs an ein sehr gutes Gefühl. Meine Ausgangsposition im Tableau war hoch, ich wusste also, dass sich hier eine echte Chance auf ein starkes Resultat bot. Die Vorrunde verlief sehr gut: ausschliesslich Siege, was mir einen sehr guten Zwischenrang um Platz sieben einbrachte.
In der Direktausscheidung ging ich die Gefechte mit viel Selbstvertrauen an. Das erste gewann ich mit 15:3, das zweite mit 15:6. Danach traf ich leider auf einen Teamkollegen. Ich setzte mich mit 15:11 durch, auch wenn es immer etwas schade ist, da er ebenfalls das Potenzial für ein weiteres Vorankommen gehabt hätte.
Im Viertelfinal wartete ein sehr starker Bulgare. Das Gefecht war hart, doch ich konnte mich mit 15:13 durchsetzen. Der Halbfinal verlief dann sehr gut, mit ausgezeichneten Gefühlen und vor allem dank enormer Unterstützung durch mein Team. Das Coaching von Georges, dem ich sehr danke, sowie der Rückhalt meiner Freunde und Teamkollegen haben mich wirklich getragen.
Im Final verspürte ich dann etwas Stress und Emotionen. Der Start geriet entsprechend zäh, und zur Pause lag ich nach mehreren Fehlern mit 4:8 zurück. Am Ende verlor ich 12:15. Dennoch bleibt dieser Wettkampf ein Erfolg, und ich bin sehr zufrieden.»
Auch Maître d’armes George Hadzopoulos ist zufrieden. Er sagt: «Ich freue mich sehr für die Fechter: Wir haben ein eingespieltes und leistungsstarkes Team. Wir hatten in Sofia und Eislingen zweimal einen Platz unter den ersten Acht erreicht und wollten auf das Podium. Ich hoffe, dass dieses Team weiterhin Fortschritte machen wird. Der Sieg ist eine Belohnung für all die harte Arbeit, die sie leisten. Für den Schweizer Säbelsport ist das eine gute Sache. Es zeigt, dass es möglich ist. Ich hoffe, sie andere Säbelfechter und Säbelfechterinnen dadurch motivieren werden, und kämpfen, um Ergebnisse zu erzielen.»